Meine Meinung zu dem Film "Thrive"
MEINUNG
Kürzlich empfahl mir jemand den Film "Thrive". Der Film stammt aus dem Jahr 2011 und wurde von dem US-Amerikaner Foster Gamble produziert. Der Originalfilm wurde in Englisch produziert, aber in viele Sprachen übersetzt und kann im Internet kostenlos angesehen werden. Foster Gamble ist ein direkter Nachfahre eines Gründers des Weltkonzerns Procter und Gamble, welches seinen Umsatz vor allem mit Beauty- und Körperpflegeprodukten generiert. Foster Gamble arbeitet aber nicht für dieses Unternehmen und hat viele Jahre damit verbracht herauszufinden, was die Ursache für das Leid und die negativen Entwicklungen in Amerika und auf der Welt sind. Er beschreibt sein Leben als eine Reise, während der er herausfand, dass unser Wirtschaftssystem manipuliert ist und eine globale Elite möglicherweise eine neue Weltordnung anstrebt.
Generell bin ich Enthüllungs- und Verschwörungstheoriedokumentationen gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Vor allem wenn sie aus den USA stammen. Chemtrails, Illuminaten, die Zahl 23, Bilderberger, New World Order und die Pyramide auf dem Dollarschein sind Themen, um welche ich gerne einen Bogen mache, weil sie oft völlig aus dem weltgeschichtlichen Zusammenhang gerissen und als die eine große verschwörerische Wahrheit propagiert werden. Die böse Elite versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen und die arme Menschheit in die Totalversklavung zu führen. Fakten werden verschwiegen, andere zurecht gebogen, falsche Informationen aufgegriffen und die Eliten sind die Bösen und müssen von uns bekämpft werden. Den Grundgedanken zweifle ich nicht an. Im Gegenteil. Aber die Art und Weise, wie diese Ideen meist präsentiert werden, gefällt mir nicht. Das meiste, was ich bisher zu diesen Themen gelesen oder gesehen habe, war schlecht recherchiert, von finanziellen Interessen des Autors geprägt oder von unseriösen Verschwörungstheoretikern zusammengetragen, die den Eindruck von Bildungsferne und Weltentfremdung bei mir hinterließen.
Klar, nicht alles was die großen Medien uns präsentieren entspricht der Wahrheit (vielleicht auch das Wenigste) und Manipulation aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Interessen ist allgegenwärtig. Das bestreite ich nicht. Aber was wir meiner Meinung nach brauchen sind Lösungen, gut recherchierte Fakten und eine vielseitige Betrachtung der ebenso vielschichtigen Motivationen der involvierten Menschen und Tatsachen. Es geht nicht um Gut oder Böse, sondern es geht um Menschen.
Den Film "Thrive" habe ich also mit großer Skepsis gestartet. Hier möchte ich aber vorwegnehmen, dass der Film aufwendig produziert wurde, lebensbejahend und positiv wirkt und Foster Gamble auf mich einen sehr sympathischen Eindruck macht. Von einem exzentrischen und weltfremden Verschwörungstheoretiker kann hier nicht die Rede sein.
Gamble erzählt in der Dokumentation zunächst von sich selbst und kommt dann zu einem Code. Er redet von einem Torus, beschreibt anhand dieses Bildes Energiefelder, die dem Universum und dem menschlichen Leben zugrunde liegen. Aber auch nachdem ich den Abschnitt mehrere Male angeschaut habe, konnte ich die Theorien nicht vollständig nachvollziehen.
Es folgt eine Ausführung über Außerirdische, die die Welt zu Zeiten antiker Hochkulturen besucht haben sollen, über UFO's und im weiteren Verlauf auch über Kornkreise.
Als es um Außerirdische ging, wollte ich den Film zunächst garnicht weiter schauen. Ich rechnete schon fest damit, dass am Ende des Films der Aufruf kam, dem "Thrive-Movement" beizutreten, hohe Beträge zu spenden und wahnwitzige Verschwörungstheorien zu verbreiten. Frei nach dem Motto: Zunächst mal Angst verbreiten, dann Lösungen anbieten und Profit aus der Angst schlagen.
Aber auch wenn die Ausführungen über Kornkreise und Außerirdische so abwägig klingen und nicht in unser Weltbild passen: Die Menschen dachten auch mal, die Erde sei eine Scheibe und wir mussten unser Weltbild im Laufe unserer Geschichte schon öfter korrigieren. Außerdem ist unser Universum knapp 14 Miliarden Jahre alt und besitzt eine Ausdehnung von mehreren Milliarden Lichtjahren. Es ist also ziemlich unwahrscheinlich, dass wir alleine sind. Und wenn eine intelligente Lebensform nur eine Millionen Jahre weiterenwickelt ist als wir, welche technischen Möglichkeiten könnte diese Lebensform haben? (Dieses Argument stammt aus dem Film.)
Und nach dem ich mich im Internet ein wenig über Kornkreise informiert hatte, kam ich zu der persönlichen Überzeugung, dass diese - teilweise sehr faszinierend und perfekt gestalteten - Formationen unmöglich alle durch Menschen in nächtlichen Aktionen mit Hilfe von Seilen und Brettern erschaffen worden sein können.
Nach der Präsentation einiger vermeintlicher Fakten, die die Besuche durch Aliens beweisen sollen, redet Gambler von frei erzeugbarer Energie und von Wissenschaftlern, die Wege fanden, unter Ausnutzung der toridialen Energiemuster tatsächlich saubere und freie Energie zu erzeugen. Er erklärt aber auch, dass diese Arbeiten oft sabotiert oder beschlagnahmt wurden, Labore in Flammen aufgingen und sogar ein Wissenschaftler unter mysteriösen Umständen zu Tode kam. Der Film untermauert die Thesen zur freien Energie auch mit vielen Aussagen von namentlich genannten Wissenschaftlern. Persönlich teile ich Gamblers Meinung, die gigantischen Energiekonzerne und vielleicht auch Teile der Politk stecken hinter diesen Ereignissen, weil sie ihre finanziellen Interessen gefährdet sehen.
Es wird dann erklärt, dass die Familie Rockefeller hinter den großen Energiekonzernen steckt und ebenfalls sehr großen Einfluss auf die internationale Agrarwirtschaft hat.
Es geht in dem Film also wieder einmal um riesige Konzerne und die dahinter stehenden finanziellen Interessen, dachte ich mir. Zunächst nennt Gambler nur die Familie Rockefeller, welche seiner Meinung nach neben Agrar- und Energieindustrie auch großen Einfluss auf das amerikanische Gesundheits- und Bildungssystem hat. Später im Film nennt er außerdem die Bankierfamilien Morgan und Rothschild. Dass die großen Konzerne, die Banken und ihre Gier nach Profit maßgeblich für das meiste Leid und viele Probleme auf der Welt verantwortlich sind, entspricht gänzlich meiner Meinung. Die Theorien die der Film aufgreift – und welche ich mittlerweile eher als Fakten bezeichnen möchte – sind mir nicht neu. Aber bisher fand ich sie meist in unseriös erscheinenden Videos und Texten erklärt. Da der Film mit vielen Fakten und nachprüfbaren Informationen arbeitet und die vermeintliche Weltelite nicht als böse Feinde der Menscheit darstellt und auch nicht zum Krieg gegen sie aufruft, sondern Zusammenhänge lediglich objektiv beschreibt, hat meine anfängliche Skepsis für den Film sich aufgelöst. Er lässt außerdem verschiedene Experten zu Wort kommen. Der Film ist durchgehend gespickt mit aufwendigen Animationen und teilweise sehr beeindruckenden Bildern. Man merkt, dass hier einiges an Geld investiert wurde, um eine professionelle Dokumentation zu schaffen.
Gambler konzentriert sich im weiteren Filmverlauf darauf, dem Geld zu folgen. Er geht davon aus, dass den Entwicklungen in der amerikanischen Gesellschaft die finanziellen Interessen der Geldelite zu Grunde liegen. Neben dem bereits erwähnten Einfluss auf Bildung, Energie, Gesundheit und Nahrung, hat diese Elite auch die Federal Reserve, die Notenbank der USA mitbegründet und hat somit entscheidenden Einfluss auf die Geldpolitik der USA, wie er erklärt. Des Weiteren beschreibt Gambler, wie Banken im Grunde genommen aus dem Nichts Geld erschaffen, es in der Form von Krediten verleihen und für diese Kredite dann Zinsen verlangen.
Ich bin kein Ökonom und weiß deshalb nicht, was ich von diesem System halten soll. Müsste man auf Kredite keinen Zinsen bezahlen, dann würden wohl noch mehr Menschen sich Geld leihen und dadurch die Inflationsrate steigern, weil sich mehr Geld im Umlauf befindet. Das Thema der Versklavung der Menschheit durch Zinsen wird aber oft aufgegriffen, wenn es darum geht, die Banken zu kritisieren. Als standfesten Kritikpunkte empfinde ich auf jeden Fall die Tatsache, dass die Banken auf Grund der niedrigen Eigenkapitalquoten Geld verleihen können, dass sie im Grunde genommen garnicht besitzen und so tatsächlich Geld aus dem Nichts schaffen, sobald ein ausgezahlter Kredit von einer anderen Person als dem Kreditgeber wieder eingezahlt wird.
Wenn dann auf der einen Seite Kreditnehmer enteignet werden, weil sie ihr Darlehen nicht zurückzahlen können und auf der anderen Seite aber Banken mit Milliarden von Steuergeldern gerettet werden, dann scheint an diesem System etwas Grundlegendes faul zu sein.
Und Fakt ist doch auch: Wer das Geld beherrscht, beherrscht die Welt. Und wer beherrscht das Geld? Einige Wenige.
Die Dokumentation geht so weit, der Geldelite zu unterstellen, sie würde die totale Weltherrschaft anstreben. Auch diese vermeintliche Tatsache habe ich schon oft gehört und früher ebenso oft als Spinnerei abgetan. Klar, denn es ist ein beängstigender Gedanke. Aber wenn Gamble sagt, dass er sich am Anfang gegen diese Idee gewährt hat, aber trotzdem die Wahrheit herausfinden wollte, dann erinnert mich das an meine eigenen Gedankengänge. Und ist es wirklich so unwahrscheinlich, dass Menschen die sich alles Materielle leisten können, sich nicht irgendwann die Frage stellen, was sie mit ihrem Leben anfangen? Sie könnten sich auch der Philosophie und den großen, faszinierenden Fragen der Welt widmen. Aber scheint das angesichts ihrer materiell orientierten Denkweise als wahrscheinlich?
Gambler führt noch einen sehr interessanten Aspekt an, welchen ich erschreckend einleuchtend finde. Er stellt die Frage: Wie kontrolliert man die Menschheit? Ganz einfach: In dem man die Normen der Gesellschaft kontrolliert. Denn Anerkennung, Respekt und der Wunsch, dazu zu gehören und nicht als Ausgestoßener behandelt zu werden, sind wichtige Grundbedürfnisse für uns alle. Die, die sich gegen unsere Leistungsgesellschaft stellen und diejenigen die anders denken, werden schnell ausgegrenzt. Und viele ziehen Anpassung nun mal der Ausgrenzung aus der Gemeinschaft vor. Wer also die Normen und Werte einer Gesellschaft beeinflusst, beeinflusst auch gleichzeitig welche Meinungen und Lebensweisen gesellschaftlich akzeptiert und welche es nicht sind.
Bevor Gambler nun Lösungen vorschlägt, präsentiert er noch einige Informationen über Überwachung und Manipulationsmechanismen, die mir persönlich Angst machen und einen möglichen, sehr düsteren Verlauf der Geschichte beschreiben. Und der Film präsentiert auch Fakten über Eugenik und Massensterilisation, sowie die Reduzierung der Menschheit. Auch diese Ideen sind mir nicht neu und ich habe sie meist als Spinnerei abgetan. Aber leider muss ich mir eingestehen, dass ich vor allem Angst davor hatte, mich näher damit zu beschäftigen. Ob diese Ideen stimmen oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Aber es wäre nicht richtig, diese brutalen Möglichkeiten völlig auszuschließen.
Wie erwartet schließt sich an diese Informationen das Filmkapitel "Lösungen finden" an. Meine anfänglichen Befürchtungen bestätigten sich aber nicht und es folgt kein Aufruf zum Eintreten in eine Verbindung, zum Kauf von überteuerten Büchern und Informationsmaterial oder zum Spenden von Geld. Nein, es folgen Lösungen, die jeder von uns umsetzen kann und die uns nicht zwingen an Gambler oder das "Thrive-Movement" binden.
Zu erkennen, dass wir liebevolle und unterstützende Wesen sein können und wunderbare Geschöpfe sind, kostet uns kein Geld. Und Gambler ruf uns nicht zum Kampf auf. Der Film wirbt für Menschlichkeit und einen friedlichen Weg der Veränderung. Und das ist auch gut so. Denn Gewalt erzeugt immer Gegengewalt und Hass verbindet die Menschen nicht, sondern spaltet sie in Gruppen, die sich gegenseitig bekämpfen. Gambler erwähnt Gandhi und Martin Luther King als Beispiele für gewaltfreie Nichtteilnahme.
Uns generell mehr und aus verschiedenen Quellen zu informieren, uns untereinander auszutauschen, unser Geld in kleineren Banken anzulegen, nachhaltig zu investieren, die Freiheit des Internets zu verteidigen und neue Energieformen zu unterstützen sind Beispiele, die wir alle umsetzen können.
Der Film endet mit Ermutigung, positiven Beispielen und vermittelt schlussendlich das Gefühl, dass Veränderungen möglich sind, wenn alle sich daran beteiligen.
Zusammenfassend halte ich die Dokumentation "Thrive" für einen gelungen, gut gemachten, transparenten Film, der zwar beängstigende Informationen enthält, aber schlussendlich positiv und ermutigend wirkt. Ich finde, dass er den Zuschauer wachrüttelt und Aspekte erläutert, über die wir alle dringend nachdenken sollten. Auch wenn der Film sehr viele verschiedene Theorien aufgreift und aneinanderreiht und damit etwas überfüllt wirkt, konzentriert er sich vor allem auf Lösungen. Und zwar Lösungen friedlicher Natur.
Gambler beschreibt zwar sehr eindeutig seine Überzeugungen, aber er erwartet von dem Zuschauer nicht, dass wir diesen Ausführungen blind folgen und vertrauen sollen. Er animiert zum Hinterfragen und zum Bilden einer eigenen Meinung. Bis jetzt frage ich mich zwar immer noch, ob es nicht doch einen Haken an Gamblers Film gibt. Aber durch die vielen genannten Fakten und zu Wort kommenden Wissenschaftlern, Autoren und Experten, gibt Gambler uns die Möglichkeit die Informationen zu überprüfen. Wie generell alle Informationen sollte der Zuschauer auch Aspekte des Films kritisch hinterfragen und nicht alles unreflektiert aufnehmen. Denn das Bilden einer eigenen Meinung, das Hinterfragen und Reflektieren sind Dinge, die jeder von uns tun sollte. Bei allen Informationen, die uns präsentiert werden. Und genau das bestärkt der Film in seinem letzten Kapitel auch.
Ich empfinde den Film als sehr wertvoll und kann nur jedem empfehlen, ihn anzuschauen und sich zum Handeln inspirieren zu lassen. Ich persönlich werde diesen Film weiterempfehlen und mich auch eingehend mit dem Inhalt der Website beschäftigen.
Untenstehend der Link zu der ungekürzten Fassung in deutscher Übersetzung. Die Adresse der Internetseite zum Film findet sich im Film selbst.
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(THRIVE Deutsch) GEDEIHEN: Was Auf Der Welt Wird es Brauchen?
http://www.thrivemovement.com/ Mehr Informationen erhalten Sie auf http://www.thrivemovement.com/. Holen Sie sich GEDEIHEN auf DVD http://www.thrivemovement.com/store. THRIVE is an unconventional ...
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