Obsoleszenz – Ein Grundstein unserer wirtschaftlichen Welt und der Hauptbeteiligte an Folgen für Umwelt, Mensch und Tier
Die wenigsten haben diesen Begriff schon einmal gehört. Dabei gehört das, was sich dahinter verbirgt zu unserem alltäglichen Leben.
Obsoleszenz beschreibt die zuvor absichtlich eingeplante Veralterung, den Verschleiß und/oder Defekt eines Produkts. So ist ein Produkt nach einer bestimmten zuvor eingeplanten Zeitdauer nicht mehr nutzbar bzw. will vom Verbraucher unter diesen Bedingungen nicht mehr genutzt werden. Der Vorteil für die Wirtschaft liegt auf der Hand. Der Verbraucher wird den nächsten Laden aufsuchen und sich ein neues Produkt kaufen. Der Kauf eines neuen Produktes wiederum ist für die permanent angestrebte Profitsteigerung unbedingt notwendig und stützt das System, in dem wir leben. Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift: “Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft”.
Ob nun diverse technische Geräte, Nylonstrümpfe oder Glühbirnen, scheinbar gibt es kaum etwas, was nicht der Strategie der Obsoleszenz unterliegt. Massenproduktion, Wegwerf – und Konsummentalität haben sich durch die Obsoleszenz über viele Jahrzehnte breit gemacht. Da der ganze kaputte und nicht gewollte Müll irgendwo bleiben muss, landet z.B. der Elektroschrott hauptsächlich in Afrika, vergiftet dort Umwelt und Menschen. Eine regelrechte Verwüstung von Mutter Erde nimmt daher in bedrohlichem Ausmaß unaufhaltsam seinen Lauf. Auch die Ausbeutung unserer begrenzten Ressourcen ist darauf zurückzuführen und wird nicht aufhören, so lange die Obsoleszenz und somit eine unreflektierte Konsumgesellschaft besteht.
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