The girl who silenced the world for 6 minutes - Das Mädchen, was die Welt für 6 Minuten zum Schweigen brachte
“Hello, I'm Severn Suzuki speaking for E.C.O. - The Environmental Children's Organisation. We are a group of twelve and thirteen-year-olds from Canada trying to make a difference: Vanessa Suttie, Morgan Geisler, Michelle Quigg and me. We raised all the money ourselves to come six thousand miles to tell you adults you must change your ways. Coming here today, I have no hidden agenda. I am fighting for my future.
Losing my future is not like losing an election or a few points on the stock market. I am here to speak for all generations to come.
I am here to speak on behalf of the starving children around the world whose cries go unheard.
I am here to speak for the countless animals dying across this planet because they have nowhere left to go. We cannot afford to be not heard.
I am afraid to go out in the sun now because of the holes in the ozone. I am afraid to breathe the air because I don't know what chemicals are in it.
I used to go fishing in Vancouver with my dad until just a few years ago we found the fish full of cancers. And now we hear about animals and plants going extinct every day - vanishing forever.
In my life, I have dreamt of seeing the great herds of wild animals, jungles and rainforests full of birds and butterflies, but now I wonder if they will even exist for my children to see.
Did you have to worry about these little things when you were my age?
All this is happening before our eyes and yet we act as if we have all the time we want and all the solutions. I'm only a child and I don't have all the solutions, but I want you to realize, neither do you!
* You don't know how to fix the holes in our ozone layer.
* You don't know how to bring salmon back up a dead stream.
* You don't know how to bring back an animal now extinct.
* And you can't bring back forests that once grew where there is now desert.
If you don't know how to fix it, please stop breaking it!
Here, you may be delegates of your governments, business people, organisers, reporters or politicians - but really you are mothers and fathers, brothers and sister, aunts and uncles - and all of you are someone's child.
I'm only a child yet I know we are all part of a family, five billion strong, in fact, 30 million species strong and borders and governments will never change that.
I'm only a child yet I know we are all in this together and should act as one single world towards one single goal.
In my anger, I am not blind, and in my fear, I am not afraid to tell the world how I feel.
In my country, we make so much waste, we buy and throw away, buy and throw away, buy and throw away, and yet northern countries will not share with the needy. Even when we have more than enough, we are afraid to share, we´re afraid to let go some of our wealth.
In Canada, we live the privileged life, with plenty of food, water and shelter - we have watches, bicycles, computers and television sets.
Two days ago here in Brazil, we were shocked when we spent time with some children living on the streets. And this is what one child told us: "I wish I was rich and if I were, I would give all the street children food, clothes, medicines, shelter and love and affection."
If a child on the street who has nothing, is willing to share, why are we who have everything still so greedy?
I can't stop thinking that these children are my own age, that it makes a tremendous difference where you are born, that I could be one of those children living in the Favellas of Rio. I could be a child starving in Somalia or a victim of war in the Middle East or a beggar in India.
I'm only a child yet I know if all the money spent on war was spent on ending poverty and finding environmental answers, what a wonderful place this earth would be!
At school, even in kindergarten, you teach us to behave in the world. You teach us:
* not to fight with others,
* to work things out,
* to respect others,
* to clean up our mess,
* not to hurt other creatures,
* to share - not be greedy.
Then why do you go out and do the things you tell us not to do?
Do not forget why you're attending these conferences, who you're doing this for - we are your own children. You are deciding what kind of world we will grow up in. Parents should be able to comfort their children by saying "Everything's going to be alright", "It's not the end of the world" and "We're doing the best we can".
But I don't think you can say that to us anymore. Are we even on your list of priorities? My Dad always says "You are what you do, not what you say."
Well, what you do makes me cry at night. You grown ups say you love us. I challenge you, please make your actions reflect your words. Thank you.“
Deutsche Übersetzung:
“Hallo, ich bin Severn Suzuki und spreche für E.C.O. - The Environmental Children's Organization.
Wir sind eine Gruppe von Zwölf – und Dreizehnjährigen aus Kanada, die versuchen sich von anderen zu unterscheiden. Vanessa Suttie, Morgan Geisler, Michelle Quigg und ich. Wir haben all das Geld selbst aufgebracht, um 6000 Meilen hier her zu kommen, um euch Erwachsenen zu sagen, dass ihr eure Lebensart ändern müsst. Ich bin heute ohne versteckte Agenda hergekommen. Ich kämpfe für meine Zukunft.
Meine Zukunft zu verlieren ist nicht wie das Verlieren einer Wahl oder ein paar Punkte an der Börse. Ich bin hier, um für alle Generationen zu sprechen, die nach mir kommen werden.
Ich bin hier, um im Namen der hungernden Kinder auf der ganzen Welt zu sprechen, dessen Schreie ungehört bleiben.
Ich bin hier, um für die unzähligen Tiere zu sprechen, die auf diesem Planet sterben, weil sie nirgendwo mehr hingehen können. Wir lassen es uns nicht bieten, nicht gehört zu werden.
Ich habe wegen der Ozonlöcher Angst in die Sonne zu gehen. Ich habe Angst, Luft zu atmen, weil ich nicht weiß, was für Chemikalien da drin sind.
Ich war es gewohnt mit meinem Papa in Vancouver angeln zu gehen bis wir vor wenigen Jahren Krebs in den Fischen vorfanden. Und jetzt hören wir von Pflanzen und Tieren, die jeden Tag aussterben – sie verschwinden für immer.
In meinem Leben habe ich davon geträumt Herden von wilden Tieren, Dschungel und Regenwälder voller Vögel und Schmetterlinge zu sehen, aber jetzt frage ich mich, ob sie überhaupt noch da sein werden, damit meine Kinder sie sehen können.
Musstet ihr euch über solche Kleinigkeiten Sorgen machen als ihr so alt wart wie ich?
All das passiert vor unseren Augen und wir handeln noch so, als wenn wir noch so viel Zeit hätten, wie wir wollen, und als wenn wir für alles Lösungen hätten. Ich bin nur ein Kind und daher habe ich nicht alle Lösungen, aber ich möchte, dass ihr realisiert, dass ihr sie auch nicht habt!
* Ihr wisst nicht, wie man die Löcher in unserer Ozonschicht repariert.
* Ihr wisst nicht, wie man Lachs zurück in einen toten Fluss bringt.
* Ihr wisst nicht, wie man ein Tier zurück bringt, das jetzt ausstirbt.
* Und ihr könnt keinen Wald zurückbringen, der einmal dort wuchs, wo jetzt Wüste ist.
Wenn ihr nicht wisst, wie man das reparieren kann, dann hört auf es weiter kaputt zu machen!
Hier seid ihr Abgeordnete eurer Regierungen, Geschäftsleute, Organisatoren, Reporter oder Politiker – aber in Wirklichkeit seid ihr Mütter und Väter, Brüder und Schwestern, Tanten und Onkel – und alle seid ihr das Kind von jemandem.
Ich bin nur ein Kind, aber ich weiß schon, dass wir alle Teil einer Familie sind, fünf Milliarden stark, in Wirklichkeit, 30 Millionen Spezies stark und Grenzen und Regierungen werden das niemals ändern.
Ich bin nur ein Kind, aber weiß schon, dass wir alle das gemeinsam durchstehen können und als eine Welt auf ein einziges Ziel hinarbeiten sollten.
In meinem Ärger, bin ich nicht blind und in meiner Angst, fürchte ich mich aber nicht davor der Welt zu sagen, wie ich fühle.
In meinem Land, verschwenden wir so viel, wir kaufen und werfen weg, kaufen und werfen weg, kaufen und werfen weg, und trotzdem werden nördliche Staaten nicht mit den Bedürftigen teilen. Sogar wenn wir mehr als genug haben, haben wir noch Angst zu teilen, wir haben Angst etwas von unserem Wohlstand gehen zu lassen.
In Kanada leben wir ein privilegiertes Leben, mit jeder Menge an Nahrung, Wasser und Wohnraum – wir haben Uhren, Fahrräder, Computer und TV–Anlagen.
Hier in Brasilien waren wir geschockt als wir vor zwei Tagen Zeit mit ein paar Straßenkindern verbracht haben. Ein Kind hat uns Folgendes gesagt: „ Ich wünschte, ich wäre reich, und wenn ich es wäre, würde ich all den Straßenkindern Nahrungsmittel, Kleidung, Medikamente, Wohnraum und Liebe und Zuneigung geben.“
Wenn ein Straßenkind, was nichts hat, bereit ist zu teilen, warum sind wir, die doch alles haben, immer noch so habgierig?
Ich kann nicht aufhören daran zu denken, dass diese Kinder in meinem Alter sind, dass es einen gewaltigen Unterschied macht, wo du geboren wirst, dass ich eines dieser Kinder, die in den Favelas von Rio leben, sein könnte. Ich könnte ein hungerndes Kind in Somalia sein oder ein Kriegsopfer im Mittleren Osten oder ein Bettler in Indien.
Ich bin nur ein Kind, weiß aber schon, dass wenn all das Geld, was in Kriege investiert wurde darin investiert worden wäre, Armut zu beenden und ökologische Antworten zu finden, diese Welt ein wunderbarer Ort sein würde.
In der Schule, sogar schon im Kindergarten, lehrt ihr uns, uns in der Welt zu benehmen. Ihr lehrt uns:
* andere nicht zu schlagen,
* für Dinge Lösungen zu finden,
* andere zu respektieren,
* unsere Unordnung aufzuräumen,
* anderen Lebewesen nicht weh zu tun,
* zu teilen – nicht habgierig zu sein.
Also warum geht ihr los und macht die Dinge, von denen ihr uns erzählt, dass wir sie nicht tun sollen?
Vergesst nicht, warum ihr diesen Konferenzen beiwohnt, für wen ihr das tut – wir sind eure eigenen Kinder. Ihr entscheidet, in welcher Welt wir aufwachsen werden. Eltern sollten in der Lage sein ihre Kinder mit “Alles wird gut werden”, “Es ist nicht das Ende der Welt” und “Wir tun das Beste, was wir können” zu trösten.
Aber ich denke nicht, dass ihr uns das noch sagen könnt. Stehen wir noch auf eurer Prioritätenliste? Mein Papa sagt: „Du bist das, was du tust, nicht das, was du sagst.“
Na ja, das, was ihr tut, lässt mich nachts weinen. Ihr Erwachsenen sagt, dass ihr uns liebt. Ich fordere euch auf, bitte lasst eure Handlungen eure Worte widerspiegeln. Danke.“
Bildquelle: flickr.com/Dy Zach Photoworks
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