Monsanto – Die Diktatur der Landwirtschaft
Monsanto ist ein amerikanischer Chemiekonzern. Erfolgreich ist Monsanto im Agrar-Sektor und seine Skandalgeschichte ist lang. Der Konzern legt mafiaähnliche Verhaltensweisen an den Tag, um die eigenen Machtinteressen durchzudrücken. Gestoppt werden sie von niemandem. Monsanto ist einfach zu mächtig. Seit vielen Jahren hat Monsanto sehr gute Beziehungen zu Regierungsbehörden. Sie üben Druck aus, fälschen Gutachten und nehmen amerikanische Landwirte seit vielen Jahren in die Mangel, indem sie sie mit Knebelverträgen knechten und ihnen Gerichtsverfahren an den Hals hängen. Monsanto ist besonders erfolgreich mit genmanipuliertem Saatgut und Pestiziden.
Nun will Monsanto auch den deutschen Markt erobern. Wenn sie sich ebenso wie in Amerika entwickeln, werden sie bald die deutsche Landwirtschaft beherrschen.
In Amerika ist es schon Gang und Gebe, dass Monsanto über Scheinfirmen, Bauernland aufkauft, da die Landwirte dem Druck nicht mehr standhalten können. Die Auflagen von Gesundheitsbehörden sind derart hoch, dass die Landwirte irgendwann aufgeben. Auch werden sie mit immer niedrigeren Preisen zum Aufgeben gezwungen. Über 90% der genmanipulierten Pflanzen weltweit stammen aus dem Haus Monsanto.
Der Konzern verursacht, neben dem inakzeptablen Umgang mit Landwirten, Skandale ohne Ende. Das Unkrautvernichtungsmittel „Roundup“ z.B. vernichtet nicht nur das Unkraut, sondern führt auch zu Missbildungen bei Tieren. Die EU-Behörden ließen Monsanto aber weiter gewähren und hüllten sich jahrelang in Schweigen.
In den USA ist das Bienensterben zu einem großen Problem geworden. Bienen sind, wie jedes Tier, ein wichtiger Bestandteil unseres ökologischen Gleichgewichts. Unverzichtbar für Mutter Erde. Es wurde festgestellt, dass das große Bienensterben in den USA offenbar in starkem Zusammenhang mit dem genmanipulierten Saatgut von Monsanto steht. Einige der Genpflanzen geben nämlich ein Insektengift ab, dass die Immunabwehr der Bienen schwächt. Dieses Gift wird BT Toxin genannt. Aber nicht nur für die Bienen ist dieses Gift gefährlich, sondern für die gesamte Umwelt. BT kann nicht abgebaut werden und befindet sich daher sowohl in Kuhmägen als auch im Boden und im Grundwasser..
Monsanto arbeitet mit Patenten. Hierdurch gelingt es ihnen, sich enorme Rechte an Lebensmitteln zu sichern. Der Konzern darf festlegen, wer etwas zu welchem Preis verkauft. Die Landwirte haben darauf kaum bis gar keinen Einfluss.
In Europa ließ Monsanto vor kurzem nun Melonen patentieren. Angeblich besitzen die Melonen ein Gen, welches resistent gegen eine Viruserkrankung sei. Aus diesem Grund hat Monsanto das Patent erhalten. Es handelt sich bei den Melonen um eine Kreuzung aus konventioneller Zucht. Umweltschützer laufen dagegen Sturm, denn ist eine Pflanze patentgeschützt, darf sie ohne Einverständnis des Patentinhabers nicht weiterentwickelt werden. Weiterentwicklung ist aber dringend erforderlich, da unsere ständigen globalen Veränderungen dies zum Pflichtprogramm werden lassen. Monsanto weiß das natürlich und wird so hohe Gebühren für eine Weiterentwicklung verlangen, dass ohnehin niemand diese Gebühren zahlen kann. So macht Monsanto Menschen abhängig.
Die Gefahr, dass Monsanto sich den weltweiten Agrar-Sektor unter den Nagel reißt ist groß. Eine totale Abhängigkeit der Menschen von diesem Giganten wäre dann gegeben. Eine Vorstellung, die man sich gar nicht ausmalen mag, aber leider alles andere als abwegig erscheint.
Über die kriminellen Machenschaften von Monsanto klärt auch der Film „We feed the world“ auf. Ich empfehle jedem dringend, sich diesen Film einmal anzuschauen. Zuvor hatte ich noch nie etwas von Monsanto gehört und war erschrocken darüber, wie ein Konzern, aus dem Hinterhalt, mittels Methoden, die einen sprachlos machen, seine unfassbar weit reichenden Fäden zieht.
Hier der Link:
Bildquelle: flickr.de/Tim & Selena Middleton
Textquellen:
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