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Bruchpfau

Die Antibaby-Pille - Was Frauen nicht erzählt wird

23. Juli 2011 , Geschrieben von admin Veröffentlicht in #Gesundheit

Am 1. Juni 1961 kam die erste Antibaby-Pille namens Anovlar in Deutschland auf den  Markt. Für viele Frauen war sie zu dem Zeitpunkt ein lang erhoffter Segen. So brachte die Pille ihnen doch eine selbstbestimmte Sexualität, eine regelrechte sexuelle Befreiung. Bis heute ist die Pille in Deutschland das meistverwendete Verhütungsmittel. Gut 50% aller Frauen zwischen 15 bis 49 Jahren, die in einer Partnerschaft leben, nehmen die Pille ein. Im Normalfall kostet die Pille je nach Präparat zwischen 5 und 17 Euro pro Monat. Nach dem 20. Lebensjahr übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht mehr. Im Jahr 2010 wurde die Pille in Deutschland für insgesamt 580 Millionen Euro verkauft.

Kaum eine Frauen-und/oder Mädchenzeitschrift ohne Pillenwerbung. Kaum ein Gynäkologe, der nicht die neusten Präparate in seinem Schrank hortet und sie ohne zu zögern zur Probe herausgibt. Eine umfassende Aufklärung bezüglich der Inhaltsstoffe, Wirksamkeit, körperliche Prozesse und Nebenwirkungen findet in den seltensten Fällen statt. Hervorgehoben werden die Vorteile der Pille, ihr sicherer Verhütungsschutz, der Schutz vor Eierstockkrebs und eine schöne Haut. Hakt man nach, wird auf die Packungsbeilage verwiesen. Klappt man diese auf, hat man das Gefühl, sich durch ein Buch zu bewegen, aber nicht durch eine simple Packungsbeilage, da die Liste der Nebenwirkungen kein Ende nehmen will. Es ist stark zu bezweifeln, dass alle Frauen und Mädchen sich diese ellenlange Liste wirklich einmal aufmerksam durchlesen. Neben den „gängigen“ Nebenwirkungen, die in der Packungsbeilage gemeinhin aufgelistet sind, gibt es aber noch eine Vielzahl an Nebenwirkungen, die nicht in der Beilage stehen und deren Nennungen und Erklärungen auch nicht erwünscht sind. Auch wird in den Massenmedien zu stark über Todesfälle durch die Pille und Klagewellen geschwiegen. Es geht nämlich, wie gewöhnlich, um viel Geld. Auf Kosten der Gesundheit und sogar der Leben von Mädchen und Frauen.

Wie wirkt die Pille eigentlich?

Die so genannte Kombinationspille enthält die beiden Hormone Östrogen und Gestagen. Das Östrogen wird heutzutage in künstlicher Form verwendet und besteht aus Ethinylestradiol. Grob gesagt wirkt die Pille dreifach. Die Hormone Östrogen und Gestagen hemmen den Eisprung, sorgen dafür, dass Spermien nicht durch den Gebärmutterhals gelangen und dass sich keine befruchtete Eizelle in der Gebärmutter einnisten kann. Kurzum: Der weibliche Körper unter Pilleneinfluss befindet sich permanent in einem schwangeren Zustand, eine Scheinschwangerschaft sozusagen. Innerhalb der Pause von 7 Tagen nach 21-tägiger Einnahme entsteht eine Blutung. Dies ist aber keine natürliche Monatsblutung, sondern eine künstliche Entzugsblutung und kommt daher einer Fehlgeburt gleich. Einige Frauen leiden nach Absetzen der Pille an einer so genanten Post-Pillen-Sterilität, d.h. sie werden nicht schwanger. Auch ist nach mehrjähriger Einnahme der Pille das Risiko eine echte Fehlgeburt zu erleiden erhöht. Zudem haben viele Frauen nach dem Absetzen enorme Probleme überhaupt wieder einen regelmäßigen Monatszyklus zu erlangen. Bei manchen Frauen kann es sogar über ein Jahr nach Absetzen der Pille dauern bis sich der Zyklus in seiner Regelmäßigkeit stabilisiert.

Die Pille führt in vielen Fällen zu allgemein bekannten Nebenwirkungen wie z.B. Kopfschmerzen, Übelkeit und sexuelle Unlust. Der Einfluss der Pille auf die psychische Situation der Pillennutzerinnen ist ebenfalls relativ bekannt, wird aber gerne verharmlost. Leichte Stimmungsschwankungen sind sicherlich eher harmloser Natur und können natürlich aufgrund der Komplexität des weiblichen Körpers mit seinem Hormongerüst auch ohne Pille auftreten. Wenn allerdings Frauen, die unter Pilleneinfluss stehen, handfeste Depressionen entwickeln, kann keineswegs mehr von einer Harmlosigkeit gesprochen werden. Auch klassische "Zickigkeit" kann sowohl für die Frau selbst als auch für ihre Umwelt zu einem unerträglichen Zustand werden und tritt bei Pillennutzerinnen leider viel zu häufig auf.

Es gibt weiterhin eine Reihe an erheblich beeinträchtigenden und sogar tödlichen Nebenwirkungen der Pille. Diese finden zum Teil nicht in den Packungsbeilagen ihren Platz bzw. die dementsprechende Erklärung, wie diese überhaupt zu Stande kommen, fehlt völlig.

Herz und Hirn

Hoher Blutdruck ist bei Pillenbenutzerinnen keine Seltenheit und tritt wesentlich öfter bei ihnen auf als bei Frauen, die die Pille nicht einnehmen. Plötzlich auftretende Sehstörungen treten bei Pillennutzerinnen doppelt so häufig auf, ebenso wie schwere Migräneattacken, Beinvenenthrombosen, Lungenembolien und Herzinfarkte. Diese Nebenwirkungen können relativ glimpflich verlaufen, aber auch ebenso drastische Folgen haben, die u.U. den Rest des Lebens der betreffenden Frauen zeichnen, wenn denn nicht sogar der Tod das Resultat ist.

Krebs

Das Brustkrebs – und Gebärmutterkrebsrisiko wird neueren Studien zur Folge durch die Antibaby-Pille erhöht. Es konnte zudem beobachtet werden, dass bei Frauen, die die Pille einnehmen, häufiger Knoten in der Brust auftreten, die nach Absetzen der Pille wieder von allein verschwanden. Laut Hersteller soll das Risiko an Eierstockkrebs zu erkranken durch die Pille gesenkt werden. Das scheint auch korrekt zu sein, allerdings verringert sich dieses Risiko erst nach mehrjähriger regelmäßiger Einnahme und kommt ohnehin erst zum Tragen, wenn man bis dahin nicht schon an anderen Nebenwirkungen gestorben ist. Sogar das Internationale Krebsforschungszentrum der WHO stufte Medikamente, die mehrere synthetische Hormone enthalten, also auch die Antibaby-Pille, als krebserregend ein.

Leber

Zunächst passiert die Pille mit ihren Wirkstoffen die Leber. Die Leber erkennt sehr gut, dass diese künstlichen Substanzen nicht in den Körper gehören und setzt seinen Vernichtunsgmechanismus ein. Hormonpräparate, so auch die Pille, werden aber so hoch dosiert, dass die Leber mit ihren Anstrengungen nicht erfolgreich sein kann. Dadurch wird die Leber zusätzlich zu ihrer „normalen“ Arbeit, Giftstoffe zu vernichten, völlig überfordert und überstrapaziert. Dies erklärt die manchmal in den Packungsbeilagen angegebenen Nebenwirkungen Gelbsucht und Gallenstau. Pillennutzerinnen haben ein doppelt so hohes Risiko sich irgendwann einmal einer Gallenblasenoperation unterziehen zu müssen als Frauen, die keine Pille einnehmen.

Anhaltende Müdigkeit (Chronisches-Müdigkeits-Syndrom=CMS)

Forscher sehen die Antibaby-Pille zunehmend als einen Verursacher des CMS. Aufgrund der erheblichen Leberbelastung rückt die Pille in den Fokus. Des weiteren kann nicht ausgeschlossen werden, dass Krankheiten, bei denen die Ursache noch nicht geklärt ist, ebenfalls durch die Pille ausgelöst und/oder mitbegünstigt werden. Die Pille wird z.B. auch dringend verdächtigt an der Entstehung von Diabetes eine Rolle zu spielen.

Vitaminmangel

Frauen, die die Pille einnehmen, haben einen besonders niedrigen Vitaminspiegel. Da der Körper auf Hochtouren läuft und dauerhaft belastet wird, ist dies auch kein Wunder. Hierdurch begründet sich das angeschlagene Immunsystem von vielen Pillennutzerinnen, was sich durch eine höhere Infektanfälligkeit äußert. Pilzinfektionen, Blaseninfekte, Rachen – und Nasennebenhöhlenentzündungen sowie Bronchitis treten bei Pillennutzerinnen wesentlich häufiger auf.

Schilddrüsenerkrankungen

Schätzungen zu Folge leiden ein Viertel bis ein Drittel der jetzigen Pillennutzerinnen irgendwann einmal an Störungen der Schilddrüse. Vielen Medizinern ist dieser Umstand mittlerweile bekannt. Auffällig ist, dass die Einnahme von Schilddrüsenhormonen oft derart schwankende Werte verursacht, dass diese Frauen oftmals von einer Unterfunktion in eine Überfunktion rutschen und wieder zurück. Recht häufig muss die Schilddrüse irgendwann sogar ganz entfernt werden, was die lebenslange Einnahme von Schilddrüsenhormonen erfordert.

Osteoporose

Der Pille wird auch eine Anti-Osteoporose-Wirkung nachgesagt. Dies ist aber außerordentlich fragwürdig. Durch eine langjährige Einnahme verbraucht der Körper vielmehr große Mengen an Calcium und entmineralisiert geradezu, so dass sogar der Grundstein für eine Osteoporose gelegt wird.

Zusätzliche ökologische Auswirkungen

Das künstliche Östrogen wird über den Urin wieder ausgeschieden. Die hiesigen Kläranlagen sind nicht in der Lage dieses herauszufiltern, so dass sie durch den Wasserkreislauf wieder im Trinkwasser landen. Ob und inwieweit sich das auf den Menschen auswirkt ist unbekannt. Auswirkungen auf das Ökosystem konnten aber nachgewiesen werden. Es konnte eine Verweiblichung bei männlichen Fröschen und Schäden an Niere und Leber bei Fischen festgestellt und diese mit dem künstlichen Östrogen in vielen Antibaby-Pillen in Zusammenhang gebracht werden.

Bezüglich der Pillenhersteller führt der Bayer-Konzern die Spitze an. Nur allein mit seinen Pillenpräparaten Yasmin, Yasminelle und Yaz macht Bayer einen weltweiten Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro. Für Bayer waren die Präparate die zweitumsatzstärkste Arznei. Doch gerade diese Antibaby-Pillen stehen zunehmend in der Kritik und die Stimmen ihrer Opfer werden immer lauter.

Allein in den USA kamen, zwischen 2004 und 2008, 50 Frauen durch die Einnahme von Yasmin/Yasminelle zu Tode. Gegen Bayer wurden inzwischen über Tausend Klagen eingereicht. Zwei Yasmin-Opfer aus Deutschland haben ebenfalls Klage gegen Bayer erhoben, Felicitas Rohrer und Kathrin Weigele. Rohrer erlitt nach 8-monatiger Einnahme von Yasminelle eine schwere Lungenembolie. Sie war zwanzig Minuten lang klinisch tot und hat viele OPs hinter sich bringen müssen. Sie sieht ihr Leben durch die Antibaby-Pille zerstört. Yasminelle ist insbesondere für junge Mädchen und Frauen attraktiv. Sie sieht schick aus und kommt sogar mit einem Schminkpinsel daher. Die Werbung verspricht, dass Yasminelle gegen Unreinheiten und Akne helfe und Wassereinlagerungen entgegen wirke, somit sei sie „figurfreundlich“. Lifestyle-Faktoren werden also hervorgehoben, um die zumeist sehr jungen Patientinnen zu ködern, ohne auf die erheblichen Risiken aufmerksam zu machen. Auch in der Schweiz sind mittlerweile viele Erkrankungsfälle durch Yasmin/Yasminelle bekannt geworden. Yasmin und Yasminelle enthalten zusätzlich Drosperinon. Unabhängige Wissenschaftler machten deutlich, dass drosperinonhaltige Präparate sogar ein um 80% erhöhtes Thrombose-Risiko haben. Drospirenon ist ein Hormon, was Wassereinlagerungen entgegen wirken soll, aber gleichzeitig das Blut zähflüssiger macht, so dass eben die Embolie-Gefahr erheblich steigt.

Neben den Präparaten von Bayer, stehen seit kurzem auch weitere unter Beschuss. Arzneimittelforscher halten nämlich die junge Generation der Antibaby-Pille im Vergleich zur alten Generation für besonders gefährlich. Bei der jungen Generation würden insbesondere Thrombosen doppelt so häufig auftreten. Es wurde kritisch angemerkt, dass Mediziner sich leider allzu oft von der Werbung einfangen lassen und derartige Präparate dann an ihre Patientinnen weitergeben und Frauen sollten sich nicht dadurch ködern lassen, dass die neue Generation nun schöne Namen trägt und in Frauenzeitschriften beworben wird.

Von den kritisierten Präparaten wurden im Jahr 2010 9,4 Millionen Packungen verkauft. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Präparate: Valette, Lamuna, Nuvaring (Vaginalring), Cerazette, Aida, Desmin, Petibelle und wieder Bayers Steckenpferd Yasmin/Yasminelle.

Die Antibaby-Pille mag für unsere Mütter und Großmütter eine enorme Errungenschaft gewesen sein und für einige wenige Frauen heutzutage ist sie es noch, insbesondere für Frauen, die wirklich unter starken Hautproblemen oder unter ausgeprägter Körperbehaarung leiden. In diesen Fällen kann die Antibaby-Pille tatsächlich hilfreich sein. Alle anderen Frauen sollten das Nutzen-Risiko-Verhältnis kritisch abwägen und zumindest ihr Bewusstsein für oben genannte Auswirkungen schärfen und hinterfragen, ob die Antibaby-Pille tatsächlich die richtige Verhütungsmethode für sie persönlich darstellt.

Der enorme künstliche Eingriff in das natürliche Hormonsystem der Frau ist nicht von der Hand zu weisen und es gibt wohl keine Frau, die unter Pilleneinfluss nicht zumindest eine Nebenwirkung bei sich beobachten konnte bzw. kann. Die Pille hat bei uns in Deutschland nur durch den enormen Umsatzwillen und den lobbyistischen Einfluss der Pharmakonzerne einen so hohen Popularitätsgrad. Im Ausland ist der Absatz der Antibaby-Pille zum Teil nicht so hoch wie bei uns. Andere, genauso sichere, wenn nicht sogar noch sicherere, aber wesentlich risikoärmere Verhütungsmittel, werden dadurch verdrängt oder können erst gar nicht auf dem deutschen Markt Fuß fassen. Sie bringen den Pharmakonzernen nämlich nur einen Bruchteil des Umsatzes der Antibaby-Pille ein.

Jeder Mensch hat ein uneingeschränktes Recht darauf, über den eigenen Körper selbst bestimmen zu dürfen. Frauen können dies in Bezug auf  die Pille und Verhütung aber nur dann, wenn sie auch über die Risiken umfassend, offen und ehrlich aufgeklärt werden. Ohne eine derartige Aufklärung sind selbstbestimmte, bewusste Entscheidungen nicht möglich.

Textquellen und weiterführende Links: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/nebenwirkung-antibabypille-ia.html http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/gefaehrliche-antibaby-pillen-klage-gegen-bayer-konzern-eingereicht http://www.pressemitteilungen-online.de/index.php/antibabypille-erzeugt-erhoehtes-thrombose-risiko/

Bildquelle: flickr.com/50 Watts (formerly A Journey Round My Skull)

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