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Bruchpfau

Die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika

24. Juli 2011 , Geschrieben von admin Veröffentlicht in #Global

Zur Zeit flüchten jeden Tag zwischen 1000 und 2000 Menschen aus Somalia in den Norden Kenias. Rebellengruppen haben den Süden Somalias fest in der Hand und verbreiten Angst und Schrecken. Mit ein Grund, warum sich ganze Familien über die Grenze nach Kenia schleppen. Der Hauptgrund ist aber simpel wie einfach: Sie haben Hunger. Die derzeitige Dürre in Somalia soll dafür ausschlaggebend sein. Länder wie Somalia gehörten aber schon immer zu den Hungerländern der Welt. Neben Somalia leiden auch Kenia, Äthiopien, Dschibuti und Uganda aktuell unter der Dürre. Im Flüchtlingslager in Dadaab, Kenia, kommen also nicht nur Menschen aus Somalia, sondern auch aus Äthiopien an.

Viele Menschen reagieren dieser Tage mit Wut, wenn sie hören, dass Griechenland nun mit 109 Milliarden Euro unterstützt wird und Spanien und Italien ihre Unterstützungen ebenfalls erhalten sollen, während die Menschen der jetzigen Hungerkatastrophe vor dem Hunger fliehen und in Flüchtlingslagern Zuflucht suchen, wenn sie denn überhaupt das Lager erreichen. Viele sterben schon auf dem Weg und verenden völlig entkräftet oder sterben kurz nach der Ankunft. Die Wut ist verständlich und zeigt doch, dass Menschlichkeit und Mitgefühl noch nicht vollständig aus der westlichen Gesellschaft eliminiert worden sind. Um die akute Hungerkatastrophe einzudämmen, sind sicherlich schnelle, unbürokratische finanzielle Hilfen nötig. Dennoch mutet dieser Aufschrei paradox an. Es sei nämlich gesagt, dass der Hunger dadurch nicht verschwinden wird und die nächste Hungerkatastrophe somit vorprogrammiert ist. Somit würde es sich um eine Symptombekämpfung handeln, die ohne Zweifel zunächst erfolgen muss, aber nicht um eine Ursachenbekämpfung.

Schon in dem Artikel „Hintergrundinfo: Hungersnot und Wassermangel“ bin ich auf die Hungerproblematik und ihre Zusammenhänge eingegangen. Zum einen ist ein Grund des Hungers in den politisch instabilen Verhältnissen der jeweiligen Länder zu suchen. Zum anderen ist aber auch die westliche Politik und das Verhalten der Gesellschaften der Industriestaaten verantwortlich. Diese tragen erheblich zur Aufrechterhaltung des Hungers bei und eben nicht zum Abbau. In Ostafrika sind die Lebensmittelpreise derzeit um rund 300 Prozent gestiegen. Dies ist hauptsächlich Spekulanten zu verdanken, die über keine moralische Denkstruktur und Handlungsfähigkeit verfügen und ihr Geld so gerne vermehren. Des weiteren gehen riesige Ackerflächen für das unbändige Konsumverhalten des Westens drauf. Der Faktor Fleisch sei an dieser Stelle auch genannt, dessen enormer Konsum bei uns, immer mehr Ackerflächen für Viehnahrung erfordert.

Letzte Woche war Angela Merkel auf Afrikareise. Doch nicht die Hungerkatastrophe trieb sie dorthin oder der Einsatz für arme und hungernde Menschen generell. Nein, Merkel hatte deutsche Wirtschaftsinteressen im Sinn. Sie hat Milliarden von Angola für Waffen erhalten. In Angola sind die Menschen so arm, dass man ihnen beim Sterben zu sehen kann. Aber Angola hat viel Öl, Diamanten und andere seltene, und somit kostbare, Rohstoffe. Geschäfte mit Angola sind daher äußerst lukrativ.


Randanmerkung zu dem oben gezeigten Foto:

Das Foto stammt von dem Fotografen und Journalisten Kevin Carter. Das Foto mit dem Titel „A vulture watches a starving child“ wurde am 1. März 1993 aufgenommen und erhielt 1994 den Pulitzer-Preis. Es zeigt ein kleines Mädchen aus dem Sudan, was sich 300 Meter entfernt von einem Hilfszentrum auf dem Boden sitzend befindet, da es erschöpft und ausgemergelt war und kaum einen Schritt vor den anderen setzen konnte. Hinter dem Mädchen sitzt ein Geier, der naturgemäß auf Beute hofft. Carter hat behauptet, dass er den Geier verjagt habe und das Mädchen daraufhin seinen Weg fortsetzen konnte. Dies war die Anmerkung, die die New York Times bei der Erstveröffentlichung 1993 unter das Bild setzte, um den sensiblen Leser zu beruhigen. Da diese Aussage aber mehr als unwahrscheinlich anmutet, wird angenommen, dass dies der Grund war, warum Carter kurz nach dem Erhalten des Pulitzer-Preises Suizid beging.

Derartige Schicksale wie das des kleinen Mädchens, waren keine Einzelfälle, sind keine Einzelfälle und werden zu keinen Einzelfällen, wenn weiterhin das Wachstum des Wohlstands einiger weniger und wirtschaftliche Interessen über Humanität und die Menschenrechte gestellt werden.


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D
Es lebe die ethische Revolution! Keine Gesetze, kein Zwang, kein Druck mehr. Und jeder kann bei sich selbst beginnen und somit seinen Teil, nämlich sich selbst, dazu beitragen.<br /> Das würde diesen armen Menschen dauerhaft und für immer helfen.
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L
@Patrick:<br /> Du kennst keine Ökonomen deren Ideen auf - wie du es nennst - Liebe basieren. Aber es braucht eine Gesetzliche Grundlage für eine Gesellschaft, sonst Artet es wohl oder übel aus.<br /> Schau dir mal die Österreichische Schule der Nationalökonomie an. Da steht der Mensch im Mittelpunkt. Diese ist die einzige bekannte Schule die echte Freiheit bieten kann.<br /> <br /> @Julia:<br /> "Fraglich ist, ob dann überhaupt noch Refomen und Ideen von Nöten wären, wenn Liebe und Mitgefühl gelebt werden würden. Reformen und Ideen bräuchte man dann nämlich gar nicht mehr."<br /> Man brauch sie schon. Es gibt Menschen die diese Werte nicht als ihre empfinden. Daher muss man ihnen Regeln geben.<br /> <br /> Ihr beide habt offensichtlich noch nicht verstanden das die westlichen Staaten für das Dilemma der dritten Welt mitverantwortlich sind. Sie müssen aufhören die dritte Welt zu bevormunden. Denn durch Bevormundung erzieht man nur erwachsene Kinder.<br /> http://www.youtube.com/watch?v=QmZVAbazkME<br /> <br /> Du scheint ja auch kapiert zu haben das finanzielle Hilfe nicht gebracht haben und auch weiterhin nicht bringen werden. Die werden wie Momentan in Griechenland nur verbrannt.
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J
Danke, Patric. Ein sehr wertvoller Beitrag. :-) Und ich stimme ihm in vollem Umfang zu.<br /> Ohne Veränderung der ethischen Grundlage/Rückbesinnung auf die ethische Grundlage, sind alle guten Reformen und Ideen entweder erst gar nicht umzusetzen oder auf Dauer nicht aufrecht zu erhalten. Völlig egal welchen Bereich man betrachtet im Übrigen. <br /> Fraglich ist, ob dann überhaupt noch Refomen und Ideen von Nöten wären, wenn Liebe und Mitgefühl gelebt werden würden. Reformen und Ideen bräuchte man dann nämlich gar nicht mehr. ;-) Ethisches Verständnis und Verhalten impliziert nämlich alle guten Reformen und Ideen. Ein umfassender Automatismus.
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P
"Die dritte Welt müsste nur in Ruhe gelassen werden." Dann bleiben wir doch einfach weiter daneben stehen und schauen zu, wie Erwachsene und Kinder sterben. Ein überragender Vorschlag zur Lösung der aktuellen Situation. *kopfschüttel*<br /> <br /> Eine veränderte ökonomische Denkweise ist nur dann möglich, wenn der (westliche) Mensch eine ethische Veränderung durchlebt. Und die führt meines Erachtens nicht an Liebe vorbei. Somit sind Liebe und Menschlichkeit der Ausgangspunkt. Kein ökonomisches system kann sich ohne dem aufrecht erhalten (oder erst begründet werden), ohne erneut "Verlierer" zu produzieren.<br /> <br /> Zugegeben, es ist schwer für die ichbezogenen "Westler" das zu verstehen, wenn einem noch nie ein verhungertes, krankes Kind im Arm weggestorben ist. Mir ist es passiert, ich weiß, wovon ich rede.
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J
Ja, Oktay, leider ist es eine sehr traurige Realität. :-( Aber besser als Weinen ist, darüber nachzudenken, was der Einzelne tun kann, um etwas zu verändern. :-)
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O
Bei diesem Bild bekomme ich immer wieder Gaenzenhaut , ehrlich, da ich dieses foto als die ende des Menschlichkeits sehe. Es ist wirklich ein sehr bitteres foto dem jeder Mensch das etwas Herz und gefühlen noch hat total kaput und fertig macht, eigentlich seht jeder sich selbst hier als Mensch in wirklichkeit anstatt diesen kleinen Maedschen. Mir fallen wirklich die Traenen von meiner augen und das ohne wenn und aber. :(
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J
Erfordert Liebe und Mitgefühl. Liebe und Mitgefühl stehen aber im wahrsten Sinne im Ausverkauf.<br /> Wenn Liebe und Mitgefühl gelebt werden, dann entsteht die Bereitschaft zum Teilen von allein und wird gerne und mit Selbstverständlichkeit ausgeführt. <br /> <br /> Daher, liebe Claudia, weiter so :-)
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C
Für alle Menschen ausreichend gute Nahrung<br /> Für alle Menschen ausreichende medizinische Versorgung<br /> Für alle Menschen ein Dach über dem Kopf<br /> Für alle Menschen Bildung <br /> Auf der ganzen Welt, nicht nur in den Industriestaaten.<br /> Teilen heißt die Lösung. <br /> Wir müssen alles mit allen teilen!!<br /> Es ist genug für alle da!!!
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P
@ladida und alle anderen Schlafnasen (sorry, aber ich weiß echt nicht, wie ich solche Leute sonst nennen soll...): 1. Es gibt kein ökonomisches System (auch die Theorien der österreichischen Schule nicht!), was nicht missbraucht werden kann! Aus diesem Grund, MUSS zu aller erst die innere Grundeinstellung eines jeden Menschen verändert werden bzw. JEDER Mensch muss diese für sich selbst ändern! Da kann man herumdiskutieren wie man will, anderen die Schuld in die Schuhe schieben und weiterhin mit dem Finger zeigen und auf Theorien aus staubigen Büchern verweisen (die ebenfalls ohne die entsprechende innere Haltung MISSBRAUCHT werden!!). Kein Weg führt daran vorbei!! Ende und Schluss! <br /> 2. Der Aufbau eines hier angesprochenen Systems wurde schon längst in den Hintergrundinfos (auch verlinkt in diesem Artikel) angesprochen. ERST lesen, dann den Mund aufmachen! Immer sehr zu empfehlen! <br /> 3. Gesetze und Regeln schränken Freiheit IMMER ein! Daher sind sie mit Sicherheit nicht als der richtige Weg zu betrachten und die optimale Lösung!<br /> 4. Sich permanent mit Theorien zu beschäftigen lenkt ab! Nämlich von sich selbst! Wie günstig! Neigen doch zu viele Menschen dazu, lieber schnell wegzuschauen als sich tatsächlich im Spiegel anschauen zu müssen! Könnte unangenehm werden...<br /> <br /> Nochmal ganz speziell an ladida ein guter Rat, der aufrichtig gemeint ist: Du solltest dich lieber mal mit dir selbst und deiner inneren Haltung auseinander setzen anstatt deine Nase in Bücher zu stecken und nach Theorien zu forschen, die durch die klassische, gesellschaftliche Haltung, die du ja hier mehrmals präsentiert hast, NIEMALS nur ansatzweise umgesetzt werden können. Denk mal drüber nach! Du begünstigst durch dein Verhalten, was aus deiner inneren Haltung entspringt, ein System mit, was dem, was du vorträgst, überhaupt nicht dienlich ist. <br /> <br /> Jeder hat die Wahl, entweder weiter die Augen vor sich selbst zu verschließen oder endlich damit anzufangen, an sich selbst zu arbeiten! Punkt, aus! An sich selbst kommt keiner vorbei, wenn er ECHTE Ursachenbekämpfung und ECHTE Problemlösungen voran treiben möchte!<br /> <br /> Im Übrigen sterben die Hungernden gerade ohne Ende weiter! Die interessieren sich nicht nicht für irgendwelche Theorien oder ökonomischen Kram! Verständlicherweise! Denn für sie geht es um´s nackte Überleben! Verändert euch selbst und eure inneren Einstellungen und Gedanken und ihr verändert automatsich die ganze Welt! Ende!
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L
"Erfordert Liebe und Mitgefühl."<br /> Wie davon jemand satt werden soll frag ich mich gerade. Hier bedarf es Ökonomie, aber halt richtiger. Also nicht die der letzten 100 Jahre. Keynesianismus *hust*<br /> <br /> Die dritte Welt müsste nur in Ruhe gelassen werden. So das sie sich selbst eine eigene Nahrungsmittelindustrie aufbauen können. Im Moment ist es billiger(durch die Subventionen) Nahrung(Getreide) aus der EU zu kaufen. Das Geld dafür wird ihnen geschenkt oder gegen Zinsen geliehen. Selbstständig werden sie so wohl kaum.<br /> <br /> Unnötig zu erwähnen das wir aufhören sollten die Diktaturen dort zu unterstützen.<br /> <br /> Hilfe ja, aber keine finanzielle, sondern Hilfe zu Selbsthilfe ist die Lösung.
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